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Unterwegs mit den TBA von Lobos nach Once: eine virtuelle Reise auf der FC Sarmiento In den 80er Jahren befanden sich die S-Bahnen im Raume Buenos Aires in einem schlechten Zustand. Deshalb beschloss die Regierung, diese zu privatisieren. Zu diesem Zweck fand eine Ausschreibung statt, unter anderem für die Linien Mitre und Sarmiento. Aus einem Konsortium von Busbetreibern ging 1991 das Consorcio Metropolitano de Transporte (Cometrans S.A.) hervor mit dem Zweck, solche Ausschreibungen zu gewinnen. Mit der neuen Bezeichnung "Trenes de Buenos Aires S.A." gewann die Gruppe die Ausschreibungen für die Linien Mitre (ab Bahnhof Retiro) und Sarmiento (ab Bahnhof Once). Die meisten Touristen werden wohl die Linien Mitre kennen, denn diese führen unter anderem nach Tigre, wo man mit Booten Ausflüge unternehmen kann. Die Linien Sarmiento sind weniger bekannt. Sie bestehen aus einer elektrischen Linie (mit dritter Schiene) nach Moreno, mit anschliessenden Dieselzügen nach Lujan und Mercedes und einer Zweiglinie mit Dieselzügen ab Merlo nach Lobos. Dazu gehört auch der Dieseltriebwagenzug ab Puerto Madero durch den Tunnel der ehemaligen Kohlentransportbahn, der kurz nach Once auf die übrigen Linien stösst und diesen bis Castelar folgt, eine Art Luxusservice; diese Fahrzeuge haben Luftkühlung, Heizung, nur Sitzplätze, Gratiszeitungen und Hintergrundmusik; diese Züge halten nur in Ramos Mejia und Haedo, während alle anderen Züge an allen Stationen halten. Um Konflikte an den zahlreichen Bahnübergängen zu vermeiden sollen die Linien zwischen Caballito und Moreno, unterirdisch verlegt werden, was in drei Etappen geschieht und vom Start Anfangs 2008 an insgesamt drei Jahre beanspruchen soll . Ausserdem soll die Signalisierung zwischen Once und Liniers erneuert werden, mit Steuerung ab der gemeinsamen Signalkabine 7 in Retiro. Die elektrische Linie hat eine Länge von 36 km und zählt 266 Züge pro Tag mit einem Abstand von 6 Minuten. Dazu kommen 25 Züge ab der unterirdischen Station Once/Miserere, zwischen den Geleisen der alterwürdigen Subte U-Bahn-Linie A, die nach einem kurzen Tunnel parallel bis Caballito fahren und dort in die Hauptlinie einmünden; sie fahren bis Castelar mit einem Abstand von 34 Minuten. Von Moreno nach Lujan fahren werktags 14 Züge pro Tag im ca. 60-Minuten-Abstand, von diesen bis Mercedes 11 Züge pro Tag, ebenfalls im ca. 60-Minuten-Abstand. Auf der Linie nach Lobos verkehren werktags 10 Züge im ca. 60-Minuten-Abstand bis Las Heras und davon 8 Züge im ca. 120-Minuten-Abstand bis Lobos.Total haben die Diesellinien eine Länge von 157 km. Der Diferencial-Service Puerto Madero-Castelar hat eine Länge von 26 km. Insgesamt bedienen 41 Stationen im Westsektor der Hauptstadt (Capital Federal) und in 10 Gemeinden des Grossgebietes Gran Buenos Aires die Fahrgäste. Auf der elektrischen Linie verkehren ausschliesslich die Toshiba-Züge aus den fünfziger Jahren, von denen mehrere hundert von Morrison Knudsen, einer amerikanischen Firma, in den neunziger Jahren modernisiert wurden. Auf den Diesellinien verkehren teils Triebwagen, sogenannte Camellos der Firma Materfer, sowie hauptsächlich Loks, meist eine spanische ALCo RSD.39 mit Passagierwagen. Thomas Hollenstein hat die Züge auf der Fahrt von Lobos bis Once fotografiert. Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 2005, und 2008 (nur Lokzug).
Anmerkung 1: Zwischen Emp. Lobos und Lobos verkehren von Constitución nach Saladillo und General Alvear fahrende Züge der ehemaligen TMR (heute UGOFE/LGR). Diese werden heute oft mit den kleinen Nohab-Triebwagen aus Portugal (sog. "Nonos") geführt. Auf der gleichen Strecke verkehren auch ab und zu Güterzüge der Ferro Expreso Pampeano FEPSA. Anmerkung 2: Die Linie Temperley - Haedo war ursprünglich Teil der Sarmiento-Linien mit der gleichen Spurweite von 1676 mm. Nach der Privatisierung kam sie zu Metropolitano als Linie 9, welche sie - zusammen mit den Meterspurlinien ab Station Buenos Aires und Puente Alsina, ex Belgrano Sur - ebenfalls unter "Belgrano Sur" einreihten, obwohl die beiden Systeme, die sich kreuzen, keine physische Verbindung haben und sich nur jede mit einer eigenen Haltestelle mit jeweils verschiedenen Namen treffen, wo man umsteigen kann. Nach dem Uebergang zu UGOFE ist die Linie neu unter Gral. Roca zu finden. Anmerkung 3: Blickrichtung des Kreuzungsgleises in Richtung Temperley. Ganz im Hintergrund des Bildes die Endhaltestelle Haedo der UGOFE/LGR - Strecke Temperley - Haedo. Nach der Kreuzung mit der Sarmiento-Linie der TBA führen die Geleise in der Gegenrichtung (im Rücken des Fotografen) zur Unterhaltswerkstätte der ALL Central. Früher führte eine Zweiglinie der Buenos Aires al Pacífico S.A. weiter nach Caseros, wo sie die FC Mesopotámico S.A. (ab F. Lacroze , heute ALL Mesopotámico) kreuzte, und führte weiter nach M. Coronado, wo sie die Hauptlinie der Buenos Aires al Pacífico S.A. erreichte auf der heute die UGOFE/LSM (San Martin) ab Retiro nach Pilar fährt. Ob auf der Verbindungslinie je Personenverkehr stattgefunden hat, ist unbekannt. Eine nützliche Uebersichtskarte aller Eisenbahnen im Raume Buenos Aires findet man unter http://www.cnrt.gov.ar/mapasferro/indexmapa.html. Dort angekommen wählt man im linken Feld "Buscar por Nro Mapa", dann "47 Metrop.General", dann "ingresar". Zum Ausdrucken verwendet man das Feld "imprimir" unten auf der Karte.
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